Warum ich schreibe...


Das Warum und Wieso


»Wenn du deiner Intuition folgst, landest du irgendwann dort, wo du schon immer hingehört hast. Wenn du auf deine innere Stimme hörst, dann weißt du, wofür du auf die Erde gekommen bist. Folge und vertraue ihr.«


Diese drei Sätze veranschaulichen, weshalb ich irgendwann in meiner Jugend zum Schreiben begonnen habe. Bilder und Gefühle, verbunden mit Worten, waren schon immer für mich bestimmt. Anfangs hatte ich nie die Vorstellung: Ich setze mich einfach hin und schreibe ein Buch. Mit ungefähr dreizehn Jahren begann ich mit dem Schreiben. Geschrieben habe ich nicht wie heute am Laptop, sondern ganz altmodisch in einem DIN A4 linierten Heft. Schon damals bastelte ich mir verschiedene Welten, die in meinem Kopf entstanden waren. Irgendwann, als ich die Wörter schon seitenweise aufgeschrieben hatte, wurde mir bewusst, dass ich auf ein Buch hinarbeitete. Bevor Khiaali entstand, schrieb ich schon einige Bücher, die ich jedoch nie veröffentlicht habe. 

Meine Schulzeit prägte mich und ich wurde mit der Zeit verschlossener und introvertierter. Vielleicht auch gerade deswegen habe ich niemandem erzählt, dass ich schreibe. Vereinzelte Freunde wussten von meinem geheimen Hobby. Meiner Familie erzählte ich es erst ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung von Khiaali Band 1. Ich war umgeben von Unsicherheit und zu wenig Selbstbewusstsein für solch eigene Kreationen. Ich kann ja doch nichts. Jedoch habe ich diese Gedanken und Einstellungen durch ein positives Mindset umwandeln und loslassen können.

 

Beim Schreiben kann ich abschalten. Wenn ich schreibe, kann ich die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen und dadurch so richtig darin eintauchen. Ich würde behaupten, dass meine Vorstellungskraft sehr ausgeprägt ist. Die Bilder, die in meinem Kopf entstehen, fühlen sich so echt und so wahr an. Deshalb versuche ich stets, die Szenen so genau wie möglich zu beschreiben, damit sich die Leserin oder der Leser so fühlt, als wäre sie oder er selbst dort. 

Wie schon erwähnt: Meine Geschichten, Texte und Ideen waren lange nur für mich. Immer wieder kam mir der Gedanke, dass ich sie mit anderen teilen möchte. Doch jedes Mal, wenn ich darüber nachgedacht habe, kam das Gefühl von Angst über mich. Ich hatte Angst. Angst vorm Versagen. Angst vor Ablehnung. Angst vor Kritik. Aber vor allem Angst davor, dass man sich zeigen muss. Vor nicht allzu langer Zeit hörte ich einen Spruch, der sich anfühlte, als wäre er genau für mich: »Tue genau das, was dir am meisten Angst macht.«

Dieser Satz geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Noch heute ist es eine immense Herausforderung, wenn ich mich so präsentiere. Jedoch kann ich heute auch gleichzeitig auf meine innere Stimme hören, die mir das Gefühl gibt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. 

Warum erzähle ich dir das? Erstens, weil ich dir sagen möchte, dass du deiner inneren Stimme folgen sollst. Es klingt so altmodisch. Wir haben es schon zigmal gehört. Doch folge deinen Träumen. Dieser Spruch kommt nicht von irgendwoher. Weshalb sind wir hier? Welche Aufgaben haben wir im Leben? Du willst sicher am Ende deines Lebens zurückblicken wollen und dir denken: »Ja, ich habe gelebt. Ich habe mir meine Herzensträume erfüllen können.«

Und zweitens erzähle ich es dir, weil du ein Grund bist, weshalb ich meine Texte veröffentliche. Die positiven Rückmeldungen über meine Worte puschen mich und bewirken, dass ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, jedem einzelnen mit meinen Gedanken und Worten ein Licht zu hinterlassen. Und wenn es nur ein Funken Licht ist, möchte ich dieses Licht in so manch dunkle Tage bringen. Oft gibt es Situationen und Momente, in denen man glaubt, dass man nicht mehr aufstehen kann. Leider kommen Geschehnisse über uns, die uns unser Licht nicht mehr sehen lassen. Aber jeder trägt das Licht in uns, es ist nie weg. Unser Ziel ist es, auch in der Dunkelheit unser Licht wiederzufinden. Wir haben eine unglaubliche Kraft. Wir können so viel erreichen. Halten wir uns nicht länger klein. Was ist dein größter Herzenswunsch? Hast du ihn dir schon erfüllt? Geh raus und gehe deinen Weg für dich. Du bist Licht für diese Welt. Strahle und ich strahle mit. Jetzt habe ich den Mut dafür und du hast ihn auch. 

Hilfe ich bin nackt

Uuuund wie fühlt es sich an? Du hast wieder ein Buch geschrieben und es veröffentlicht. Wie fühlst du dich? Diese Frage…puh. Da gehen mir ehrlich gesagt die Gedanken aus. Oder schießen mir so viele Gedanken in den Kopf, sodass ich kaum einen einzelnen wahrnehmen kann?
Bewusst natürlich. Unbewusst laufen die Muster ab und unbewusst hängen die Gedanken irgendwo fest. Mhm. 

Vielleicht denkst du dir: Wow, sie hat schon wieder ein Buch geschrieben! Wie macht sie das nur? Sie muss ja wahnsinnig stolz auf sich sein. 

Während ich diese Worte aufschreibe, kann ich nicht anders, als zu schmunzeln. Ja, ich sollte möglicherweise stolz auf mich sein. Ich sollte feiern. Leuchtraketen. Tanzen. Feuerwerk. Übers ganze Gesicht grinsen. Konfetti

Doch das bin ich nicht und das mache ich nicht. Ich kann es nicht. Irgendetwas in mir hält mich zurück. Ich bin nicht der Mensch, der sich so offen nach außen zeigen möchte. Falls du mich anders erlebt hast, dann hast du mich entweder falsch eingeschätzt oder ich habe meine Rolle in der Außenwelt gut gespielt. Ich bleibe lieber hinter der Kamera, nicht davor. Für mich war es womöglich schon immer ein Traum, zu schreiben, und dass auch andere es lesen können. Es fühlt sich an, als könne ich damit etwas bewirken. Und gleichzeitig ist es wie ein Albtraum für mich, wenn jeder meine Worte und Geschichten lesen kann. Auch wenn es „nur“ Geschichten sind – es sind meine Geschichten, meine Worte, meine Gedanken, meine Gefühle – die von irgendwo in meinem Inneren entspringen. Bücher einer Autorin oder eines Autors sind etwas so Persönliches und es ist nicht selbstverständlich, dass sie für die Welt dargelegt werden. Zumindest ist das meine Ansicht. Vielleicht gibt es auch Autorinnen oder Autoren, die extrovertiert genug sind, und ihnen ein Buch zu veröffentlichen leicht von der Hand geht. Für mich wird es immer eine riesige Aufgabe sein, mich so zu zeigen. Damit bekommen die Leserinnen und Leser Einblicke in meine Welt. Ich bin ein offenes Buch und ich stehe auf jeder geschriebenen Seite wieder einmal nackt in einem Schaufenster. Hallo? Bringt mir bitte jemand etwas zum Drüberziehen? Bei diesem Gedanken möchte ich mich unter einer Decke verkriechen und nicht mehr hervorkommen. Ist überhaupt jemand interessiert an meinen Geschichten? Werden die Bücher auch gut ankommen? Schreibe ich vielleicht auch nur völligen Schwachsinn?
Manchmal denke ich mir, dass ich die Texte mit anderen – mit euch – nicht mehr teilen soll. Soll ich nur für mich schreiben? Das fühlt sich auch nicht richtig an. 


Meine innere Stimme flüstert mir zu, dass ich anderen mit meinen Geschichten helfen und ihnen positive Momente schenken kann. Meine Worte sollen Licht bringen. Und auch wenn ich nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt ein Lächeln – einen Lichtblick – in sein Leben zaubern kann, dann ist es mir wert, weiterhin meine Geschichten mit der Welt zu teilen. 

Ich feiere, wenn ich ein Funkeln in deinen Augen erkennen kann. Denn dann sehe und fühle ich: Feuerwerk, Leuchtraketen und Konfetti. Danke.