I wish you a Merry Lausmesch 


Kurzgeschichte von Christina M. Goldberger

Kapitel 1 

Wenn du meine Texte kennst, dann weißt du, dass ich oft mit einer Frage starte. Ich werde auch in dieser Kurzgeschichte mit Fragen nicht sparsam umgehen. Bevor ich aber direkt in die Story hineingehe, möchte ich hier verdeutlichen, dass nichts mehr so ist, wie davor. Das ist es nie. Eine neue Ära hat begonnen. Was einmal war, gehört der Vergangenheit an. Wir alle verändern uns. Wenn wir zurückblicken – einige Monate oder ein ganzes Jahr – sind wir nicht mehr diejenigen, die wir einmal waren. Und meist wollen wir das auch nicht. Wir erkennen dann, dass wir gewachsen sind, aus Situationen gelernt haben, nehmen diese an und gehen weiter – früher oder später. Wohin gehen wir? Es ist egal, wohin. Unsere Energie führt uns dorthin, wo wir hingehören und wo das nächste Abenteuer wartet. Wir lernen. Für unser Leben. Wir sind hier, um Neues zu erfahren, um neue Gefühle und Eigenschaften zu entdecken. Wir sind hier, um immer wieder das Licht und die Liebe in jeder Zelle zu finden. Wir sind hier, um uns selbst wieder neu zu entdecken, zu erfinden und neu kennenzulernen – vor allem deshalb, damit wir erkennen, wie viel Kraft und Mut in uns steckt. In uns. Ja, alles ist in uns. 

Was hält uns davon ab, sich so zu zeigen, wie man ist? Warum verstecken wir uns lieber und bereuen am Ende unseres Lebens all das, was wir nicht gemacht haben? Wie lang ist ein Leben? In mir bekomme ich eine Antwort, die der Verstand nicht ganz begreifen kann. Unendlich

Kann ich also immer wieder von vorne starten? Ja. Du kannst alles, was du möchtest. Es ist deine Entscheidung. Mhm. 

 

Nach dem Lausbua kommt das Lausmesch. Das habe ich schon immer so gesehen. Doch ein ganzes Buch? Das fühlte sich nicht so richtig an. Es ist Zeit, dieses Kapitel abzuschließen. Das Lausmesch steht also sowohl für das Ende eines Kapitels als auch für den Anfang eines neuen Kapitels. Passend dazu endet bald das Jahr und ein neues beginnt. 

Wie geht es weiter? Wer weiß das schon. Lass dich überraschen. Lass dich umarmen und feiern. Du kommst dorthin, wo du tief in dir hingehörst. 

 

Hast du dich die ganze Zeit über gefragt, ob das Lausmesch hier so richtig geschrieben wurde? Was ist schon richtig oder falsch? Ich habe mich bewusst für diese Schreibweise entschieden. Vielleicht bekommt das Wort einmal einen Eintrag im Duden. 

Mir persönlich ist gendern nicht besonders wichtig, doch das Mädchen als »LausMENSCH« zu bezeichnen, ist für mich ein absolutes No-Go. Alles wird gegendert, auf jeden Lebensstil wird Rücksicht genommen. Doch das »Lausmensch«, wie man es angeblich schreibt, hat hier meiner Meinung nach mit einer weiblichen Form definitiv nichts zu tun. Daher habe ich gemeinsam mit meinem Korrektorat und Lektorat, dem Sprachwissenschaftler und Dialekt-Experten Dr. Bertold Wöss, beschlossen, dem Lausmensch eine neue Schreibweise zu geben. Denn im Dialekt gibt es kein Richtig oder Falsch. Darum nehme ich dich mit und zeige dir die Originalkommunikation über WhatsApp von Dr. Bertold Wöss und mir und wie wir unsere richtige Schreibweise gefunden haben. 

Kapitel 2

Kennst du die Geschichte von Katharina und dem Lausbua Samuel? Nein? Und das ist auch absolut nicht wichtig. Hier an dieser Stelle könnte ich Werbung für mein Buch machen. Ja, ich könnte es wirklich tun. Es ist ja auch ziemlich gut geworden. Aber ganz ehrlich? Du musst es nicht lesen. Du musst gar nichts. Viele meiner Leser:innen waren absolut begeistert von der Geschichte und wollen mehr davon. Sie haben das Buch verschlungen – konnten nicht aufhören zu lesen. Das gibt mir nicht nur weiterhin die Motivation, mehr solcher Geschichten zu schreiben, sondern vor allem sie der Welt zu zeigen. 

Ich persönlich denke, dass alles seinen richtigen Weg hat. So wie es kommen soll, kommt es auch. Deshalb finden auch alle zum Lausbua, die dafür bestimmt sind. Die Lausbua-Leser:innen wissen, dass nichts durch Zufall geschieht. Womöglich wollen auch genau diejenigen die Fortsetzung der Geschichte erfahren. Das Leben geht weiter. Immer wieder. Aber wer weiß schon, wie genau es weitergeht?

 

Du kannst in deinem Kopf alle möglichen Bilder erschaffen. In deiner Fantasie ist alles möglich. Also kannst du diese Geschichte so weiterleben lassen, wie du sie möchtest. Sie kann wie in einem klassischen Märchen enden – und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Oder du lässt in deinem Kopf einen typischen Hollywoodfilm ablaufen: Das verliebte Paar, das nach all den Hindernisse endlich zueinandergefunden hat, fährt an der kalifornischen Küste in einem Cabrio entlang und dem Sonnenuntergang entgegen. Es ist deine Fantasie, deine Entscheidung, wie du das Leben ablaufen lässt. Ich aber habe mich für eine andere Version entschieden:

 

Alle haben mitgefiebert, gehofft und Daumen gedrückt. Jetzt sind die beiden endlich ein Paar. Falsch gedacht! Katharinas Leben ist weder ein Hollywoodfilm noch ein Märchen. Zumindest nicht in diesem Teil ihres Lebens. Manche Kapitel eines Lebens gleichen möglicherweise einem Film, denn woher sollen sonst die ganzen Ideen kommen? Das Ende ist jedoch immer für die Konsumentin/den Konsumenten gemacht und gleicht oft einer fiktiven Romanze. 

Das Leben zeigt uns Höhen und Tiefen. Warum tut es das? Ganz ehrlich: Weil wir es wollen. Wir wollen Erfahrungen sammeln. Wir wollen uns weiterentwickeln. Und das können wir nicht, wenn wir nur das Glück kennenlernen. Woher sollen wir wissen, wie sich Glück anfühlt, wenn wir das Gegenteil nie erlebt haben? 

Ich erwähne das genau aus einem bestimmten Grund: Ich möchte endlich, dass wir aufhören, unsere schlechten Erlebnisse zu verstecken – sie zu ignorieren oder schönzureden. Wir dürfen endlich dazu stehen, dass wir alle einmal scheitern. 

 

Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, ist deine Antwort meist: »Gut.« Aber ist es das wirklich? Du willst doch nicht jedem Menschen auf der Welt sagen, wie du dich fühlst. Das ist völlig okay. 

Social Media ist das Aushängeschild dieser Scheinwelt. Es zeigt uns, wie wir uns das Leben wünschen, weil uns Menschen im Rampenlicht das »perfekte« Leben vormachen. Sind diese Menschen jeden Tag voller Tatendrang und alles läuft in ihrem Leben nach Plan? Auf keinen Fall. Sie lassen uns aber nicht in ihr tiefstes Inneres hineinschauen. Warum nicht? Die Antwort ist klar. Du willst es doch auch nicht. Wenn wir das tun, würden wir uns so richtig verletzlich fühlen. Dann kommen wir wieder auf ein Wort, dass alles, was uns zurückhält, beschreibt: Angst. 

 

Keiner fühlt sich gut, wenn etwas in das eigene Leben tritt, das einem aus der Bahn wirft. Darüber brauchen wir nicht nachdenken – es liegt auf der Hand. Doch wir dürfen lernen, diese Situationen anzunehmen und wir dürfen auch endlich glauben, dass wir nicht die Einzigen sind, die ein oder mehrere Päckchen zu tragen haben. Wir dürfen annehmen, dass hinter jeder Social-Media-Familie mit beigen Einrichtungsmöbeln und abgestimmtem Kleidungsstil eine Familie steckt, die ihre Lernprozesse im Leben hat und die ebenso einmal scheitert. Lügen wir uns nicht länger an. Wir sind alle gleich. Wir sind alle für einen bestimmten Grund auf die Erde gekommen. Wir haben alle ein oder mehrere Päckchen mit. Wir haben alle Tiefen, aber dafür feiern wir unsere Höhepunkte umso mehr. Und wenn du gerade an einem Tiefpunkt bist, dann stell dir das goldene Licht in dieser Dunkelheit vor und gehe darauf zu. Fokussiere dich auf das heilende Licht. Es ist der Anker, dein Ausweg auf das Gute, das sowieso kommen wird. Denn das Leben ist wie eine Achterbahnfahrt – fährst du schreiend hinunter, kommst du auch wieder hinauf und du spürst das Adrenalin in deinem ganzen Körper explodieren. Und wenn du gerade so richtig in der Höhe bist, dann hebe beide Arme nach oben und fühle den Moment. Fühle. Atme. Sei im Hier und Jetzt. Genieße das Glück in dir. Sauge es auf. Fülle dich mit all dieser Liebe. 

 

Denke an einen Moment, als du das letzte Mal so richtig glücklich warst, und hülle dich damit ein. Fühle diesen Moment, dann kommt er umso schneller zu dir. Ich glaube an dich. 

 

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Und weshalb wir meiner Meinung nach so darauf gepolt sind, ein klischeehaftes Leben führen zu wollen, kannst du im dritten Teil lesen. 

Kapitel 3

In letzter Zeit habe ich mich oft mit den Handlungen diverser Filme im Romantik-Genre auseinandergesetzt. Viele Filme – es können auch Bücher sein – präsentieren uns Geschichten, die oft in gleicher Weise beginnen und gleich Enden. Die Hauptfiguren verlieben sich ineinander – das weiß man meist schon nach den ersten Minuten – und irgendwann kommt ein Konflikt, der sie kurz trennt und wo gefühlt die Welt für sie zusammenbricht. Wie durch ein Wunder kommen sie aber letzten Endes (zum Glück!) wieder zusammen, gründen eine Familie, es kommt zur Hochzeit und sie leben glücklich und voller Liebe bis zu ihrem Lebensende und natürlich darüber hinaus. So in der Art ist doch jeder 0815 Film produziert. Blabla. Ich möchte keinen Shitstorm auf die Filmemacher betreiben. Diese Leute machen auch nur ihren Job und sie tun es für die Filmindustrie – für die Menschen, die genau diese Filme mit solchen Happy Ends lieben. Sie saugen diese Bilder auf und wollen mehr davon. 

 

Von meiner Jugend bis jetzt habe ich viele Filme oder Serien gesehen, die mich mehr oder weniger doch etwas geprägt haben. Und das, liebe Leserin oder lieber Leser, ist mir erst jetzt aufgefallen. Ich zähle einmal ein paar Charaktere auf, die demselben Muster entsprechen. Vielleicht kennst du sie, vielleicht auch nicht. Vielleicht hast du sie auch so bewundert, vielleicht auch nicht. Vielleicht wolltest du genauso einen Partner an deiner Seite, vielleicht auch nicht. Sie haben mich in meiner Jugend geprägt. Diese Charaktere haben mir in meiner Jugend gezeigt, wie Beziehungen funktionieren. Angeblich. 

Damon Salvatore, Dr. Marc Meier, Wade Kinsella, Cem Öztürk, John Tucker, … 

Ich könnte noch einige aufzählen – ich bin noch lange nicht fertig. Was haben all diese Charaktere gemeinsam? Sie sind der Inbegriff von testosterongesteuerten Machos, die sich nehmen, was sie wollen. Frauen sind ihnen unterwürfig. Frauen sind ihr Spielzeug. Frauen himmeln diese Art von Männern an. Frauen finden sie geheimnisvoll. Diese Männer gehen auf die Jagd und wenn sie bekommen haben, was sie wollen, ist das Erhaltene ganz plötzlich völlig uninteressant. 

Aus der Kindheit derer erfahren wir, dass sie es nicht leicht hatten – Eltern geschieden oder ein Elternteil gestorben, Mutter oder Vater mit Alkoholproblemen – was auch immer. »Sie hatten eine schwere Kindheit und deshalb reagieren sie so.« 

Muss ich mir das Verhalten eines Mannes deshalb gefallen lassen, nur weil er es eventuell als Kind nicht leicht hatte? Rechtfertigt das jedes Verhalten? Darf er deshalb alles mit einer Frau machen, weil seine Mami oder sein Papi nicht so für ihn da waren, wie sie es hätten sein sollen? 

Atempause. Erst mal schlucken. Kurz nachdenken. Ähm. Klares Nein! Nein, das rechtfertigt absolut und überhaupt gar nichts! 

Wer sagt denn, dass du es in deiner Kindheit leicht hattest? Wer sagt denn, dass du kein Päckchen mitschleppen musst? Wer sagt denn, dass du nicht auch schon früh genug groß werden musstest? Läufst du deswegen auch so rum, als würden dir alle Türen der Männer offenstehen und wenn du reingebeten wurdest, lässt du sie fallen? Ich kann mich nicht öffnen. Ich will nicht verletzt werden. Ich habe ein Bindungsproblem. 

Das wäre der Inbegriffe eines richtig fiesen Lauschmeschs, aber das wollen wir nicht. 

Aber warum machen Frauen das dann nicht? Ja, klar, weil wir andere Wesen sind, wir sind feinfühliger, sensibler, blablabla. 

Hast du schon einmal einen Film gesehen, wo sich eine Frau wie so ein Macho benimmt? Eine Frau, die so mit Männern spielt und die Männer dann weinend eine Packung Eis verschlingen und ihren Frust beim besten Freund auslassen? 

Ja, ich überlege selbst auch, doch mir fällt kein Film oder keine Serie ein. Es steht auch in keinem Buch, das ich gelesen habe. Die männerdominierende Welt…ich will nichts über Feminismus schreiben. Solche Texte gibt es zur Genüge. Ich will mir nur selbst – und vielleicht auch dir – die Augen öffnen, dass uns die Filmindustrie mit den Charaktereigenschaften solcher Männer von Kindheit an prägen und wir gleichzeitig glauben, dass Beziehung genau so funktioniert. »Man kann ihn doch ändern – ich kann ihn ändern. Für mich wird er das tun.« In Filmen ist das möglich. In der Realität nicht. 

Wir glauben es, weil uns das immer wieder gezeigt wird. Horrorfilme beispielsweise sind ab achtzehn Jahren – genau das sollten solche Filme auch sein. Wir bekommen dabei ein richtig falsches Bild von Beziehungen. 

Und dabei vergessen wir völlig, auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten. Gerade in dieser Zeit hören wir so oft von Coaches, wir sollen auf uns achten und uns an erster Stelle setzen. Manchmal klingt das etwas egoistisch. Ich finde, mit einer gesunden Portion Verstand soll man sich selbst wichtig sein, aber auch gleichzeitig seine Mitmenschen nicht vergessen. Bei einem Macho-Arsch, der dich nur ausnutzt, sollst du dich aber auf jeden Fall an erster Stelle setzen. Du sollst glücklich sein. Du sollst dein Traumleben haben. Und das wirst du nicht erleben, wenn du einer Vorstellung nachläufst, die nie eintreffen wird. Du wirst weiterhin verletzt werden. Es wird sich nichts ändern. 

Du bist es wert, geliebt zu sein. Du bist es wert, geschätzt zu werden. Du bist es wert, Zeit mit deinen liebsten Menschen zu verbringen. Du bist wertvoll. Du bist gut genug. Und wenn du das Gefühl, wertgeschätzt zu werden, bei einem Menschen nicht hast, dann ist er nicht der Richtige für dich. Punkt. Lass ihn. Und lass dich lieben. 

 

Kapitel 4

 

Meine Augen versuchen angestrengt, in den leuchtend heißen Ball zu blicken. Keine Chance. Ich kann sie kaum offenhalten. Schützend richte ich den Arm vor mein Gesicht. Es blendet furchtbar. Wie spät es wohl ist? Wie lange liege ich schon in der prallen Sonne? Warum stehe ich nicht einfach auf? 

In meine Ohren dröhnen immer und immer wieder dieselben Worte. Ich höre immer und immer wieder dieselbe Musik. Der immer wieder kehrende Rhythmus lässt meinen Körper automatisch mitschwingen. »And restless dreams I walked alone […] disturb the sound of silence.« Wie oft ich diesen Song schon höre? Zwanzig Mal, dreißig Mal? Ich habe absolut keinen Schimmer. 

Wie es in mir aussieht? Leer. Dunkel. Ich sehe mich um. Niemand da. Ich bin allein. 

Gedanken. Wo sind meine Gedanken? Denke ich so viel, dass ich diese nicht mehr wahrnehmen kann? 

Ich habe das Gefühl, als ob mir jede Lebenslust und jede Art von Hoffnung entgleitet. Weshalb habe ich es so weit kommen lassen? Weshalb habe ich so viel Energie dafür eingesteckt? Keine Antwort. Ich höre nichts. Meine innere Stimme ist wie verschwunden. Und da ist dieser Kloß in meinem Hals, der sich nicht auflösen will. 

Reiß dich zusammen, Katharina! Nein, lass einfach alles raus. Das ist Heilung. 

Warum kann ich den Wasserfall nicht stoppen? 

Ich fühle mich allein, so richtig allein. Niemand, dem ich mich anvertrauen könnte, ist gerade anwesend. Warum habe ich mich so verschlossen? Wann ist das passiert? Ich muss allein durch, so wie immer. Ich bin stark, so wie immer. Ich schaffe alles, so wie immer. 

 

Für mich besteht dieser Sommer nur aus Liegestuhl, Hitze, Sonnenöl, Bikini, Schmerz, Tränen, Leere und Hilflosigkeit. Ach ja, und dann ist da noch dieses Lied, das ich nicht abschalten kann. Ich sauge es auf, als wäre es das Einzige, das mich gerade nähren könnte. Diese Worte mit dieser Musik sind das Einzige, das mich gerade halten kann. Dieser Song ist wie der Anker, der Rettungsring, der mich aus diesem Meer voller – ich will nicht Tränen schreiben, das wäre zu übertrieben. Aber gerade könnte ich es doch nicht besser beschreiben. Endlich nach all dieser Zeit kann ich einmal alles rauslassen. Ich weine nicht. Nie. Fange ich jedoch einmal an, kann ich nicht damit aufhören. 

Liegestuhl, Hitze, Sonnenöl, Schmerz, Tränen, Leere und Hilflosigkeit. Dieser Song. Habe ich etwas vergessen?  Genau, den Bikini. Wenigstens bekomme ich Farbe ab. 

 

»People hearing without listening« Habe ich zu wenig zugehört? Habe ich nicht auf meine innere Stimme gehört? Womöglich hat sie mich gewarnt. Ich hatte doch immer ein unangenehmes Gefühl dabei, habe es aber einfach ignoriert. Oder vielleicht habe ich genau diese Situation gebraucht, um mich weiterzuentwickeln, um etwas zu lernen und um mich zu entfalten, damit ich bereit bin für das nächste große Abenteuer, das auf mich wartet. Ich bin wie eine Raupe, die mit dem alten Leben abschließt und sich zu einem wunderschönen Schmetterling entpuppt. 

Tränen trocknen. Der Schmerz vergeht. Die braungebrannte Farbe verblasst. Was bleibt ist die Stärke, der Mut und die Zuversicht auf das Gute, was kommen wird. Daran glaube ich ganz fest. 

 

Kapitel 5

Gregoritsch nimmt Tempo auf, der Ball eng an seinem Fuß, und da ist Baumgartner. Der Ball kommt sauber. Der Mittelfeldspieler übernimmt, dreht auf und beschleunigt. Er arbeitet sich Richtung Strafraum vor – immer am Gegenspieler vorbei. Noch dreiundzwanzig Meter bis zum Tor. Baumgartner spielt Katz und Maus mit ihnen. Das Publikum steht, hält den Atem an. Der erfahrene Spieler legt quer zurück zu Gregoritsch. Dieser nimmt Fahrt auf. Ein Schuss. Stark. Präzise. Elegant. TOOOR! Ein Traumtor mitten ins Herz. Ausnahmezustand in den Zuschauerrängen. Rot-Weiß-Rot ein Leben lang. 

 

Beide Spieler haben ein Ziel vor Augen. Ihr Blick fokussiert das gegnerische Tor. Das Adrenalin kickt. Der Wille ist stark. Ausdauer ist vorhanden. Es kommt zum Schuss und man hofft auf den Treffer. Tor. Ein unglaubliches Gefühl fährt durch den ganzen Körper. Unbeschreiblich. Unendliche Freude. Glück. Sie lassen sich feiern. Geschafft. Und es geht weiter. Es geht immer weiter. Wohin? Zum nächsten Ziel – zum nächsten Treffer. 

Ist das Leben ein Spiel? Wer bestimmt die Regeln? Wer bringt uns in das nächste Level? Wer sagt, wann wir am Ziel angelangt sind? Wer bestimmt, wann wir gescheitert sind? Wer richtet darüber, ob wir überhaupt scheitern dürfen? 

Ist es nicht so, dass wir selbst unser schärfster Richter sind? Wir sind unser eigener Spielemacher. Hier an dieser Stelle könnte ich gendern, aber das würde das Lesen nur verkomplizieren. Wenn wir beim Fußball bleiben: Wir sind der Schiedsrichter in unserem Leben. Ich bin für meine Entscheidungen selbst verantwortlich. Wenn ich einen Weg einschlage, habe ich mich selbst für diese Richtung entschieden. Dann gibt es Menschen, die lassen andere über sich bestimmen. Auch in diesem Fall haben sie selbst das zugelassen. Sag stopp, ändere die Richtung oder gehe einen anderen Weg. Höre auf dich. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Es gibt nur deine Wahrheit. Sie ist dein Weg. 

 

Ich spiele das Spiel meines Lebens. Also entscheide auch ich die Spielregeln. Es ist mein Entschluss, welchen Schachzug ich wähle, und es ist auch meine Entscheidung zu sagen, wann und ob ich an etwas gescheitert bin. 

Will ich scheitern? Bin ich überhaupt gescheitert? Ich denke, dass keiner gerne verliert. Egal wo. Wir wollen mit einem guten Gefühl hinausgehen. Gibt mir das Scheitern ein gutes Gefühl? So viele Fragen. Mir fehlen die Antworten.  

Ich habe kein Problem, bei Mensch-ärgere-dich-nicht oder einem Kartenspiel zu verlieren. Es ist ja nur ein Spiel. Wenn das Leben auch ein Spiel ist, dann ist doch Verlieren nicht so schlimm. Oder? 

Ganz ehrlich: Scheitern fühlt sich nicht gut an. Absolut nicht. Für niemanden. Auch für mich nicht. Wenn ich eine schlechte Erfahrung sammle, versuche ich stets, etwas Positives daraus zu finden. Für irgendetwas muss es ja gut sein. 

 

Es ist richtig schwer, zuzugeben, dass ich diesen einen Menschen nicht in meinem Leben haben kann. Es fühlt sich wie Scheitern an. Ich bin gescheitert. Geht es mir nur darum? Ich bin nicht gut genug. Aber ich bin doch eine Kämpferin. Ich gebe nie auf, wenn ich mir etwas vorgenommen habe. Daher kann und will ich auch jetzt nicht aufgeben. 

 

Wie ein Blitz trifft mich die Stille. Ich halte inne. Höre ein sanftes Wispern. Ein leichtes, mildes Gefühl kommt über mich. Ich fühle die Schwerelosigkeit. Leichtigkeit fließt in meinen Körper. Der Puls wird ruhig. Meine innere Stimme meldet sich und ganz plötzlich wird mir alles klar. Es ist wie ein Schleier, ein Nebel, der sich legt und die Gedanken so klar und freimacht. 

Ich hätte fast aufgegeben – und zwar mich. Ich hätte beinahe mich selbst aufgegeben, meine Energie für jemanden verschwendet, der sie nie zu schätzen wusste. Doch ich habe den Absprung geschafft und nicht (mich) aufgegeben. Endlich habe ich das Stoppschild vor mir wahrgenommen. Aufrecht und mit einer Riesenportion Willensstärke halte ich es in die Höhe. Ich bin mir selbst wichtig. Ich spare mir meine Zeit und Energie für mich und für diejenigen, die mir ihre zurückgeben. Heute stehe ich für mich. Ich bin eine Siegerin. Ich spiele das Spiel des Lebens. So wie jeder andere auch. Ich gehe meinen Weg. Hin und wieder stolpere ich. So wie jeder andere auch. Es gibt Hindernisse zu überwinden. Aber ich gebe nicht auf. Nie. Es geht hinunter. Es geht hinauf. Niemand kann mich aufhalten. Ich lebe. Ich atme. Ich bin hier. Jetzt bin ich dankbar für alle Erfahrungen. Sie lassen mich das Leben entdecken. Sie lassen mich das Leben so richtig spüren. Danke für alles. 

 

 

Kapitel 6

Da gibt es dieses eine kleine Mädchen. Noch sieht sie die Welt mit anderen Augen. Ihre Augen funkeln – sie strahlen und leuchten. Diese Augen sehen Magie und Wunder überall. Sie glaubt an das Unmögliche, sie glaubt an das Erreichen ihrer Träume. Dieses Mädchen glaubt an sich. In ihr brodelt die Hoffnung und der Glaube an das Gute in jedem von uns. Was, wenn sie doch versagt? Nein, diese Frage taucht gar nicht in ihrem Verstand auf. Das unaufhaltsame Mädchen tanzt voller Leichtigkeit durch den Tag. Sie lebt im Jetzt. 

 

Du darfst das nicht. Du kannst das nicht. Du schaffst das nicht. Sei höflich. Widersprich nicht. Du darfst nicht entscheiden. Halte dich zurück. Halte dich im Hintergrund. Du bist nicht wichtig. Stehe stets aufrecht. Sage niemals deine Meinung. Du musst immer schön aussehen. Du hast zu viel Schminke im Gesicht. Du hast ein Pickelgesicht. Du trägst zu freizügige Kleidung. Du sollst dich femininer kleiden. Du bist zu klein. Du bist zu groß. Du bist zu dick. Du bist zu dünn. Du brauchst endlich einen Mann. Du sollst nicht vor zwanzig Kinder kriegen. Du sollst nicht nach dreißig Kinder kriegen. Du arbeitest zu wenig. Du arbeitest zu viel. Du sollst dir nicht zu viel Freizeit gönnen. 

Spricht dich hier ein Satz an? Dann gratuliere ich dir sehr herzlich, dass du Teil unserer Gesellschaft bist. Hast du dich jemals gefragt, ob du der Gesellschaft genügst? Du wirst dieses Ziel nie erreichen. Es wird immer jemanden geben, dem du es nicht rechtmachen wirst. Was du tun kannst, ist »Stopp« zu sagen. Wieder einmal. Grenze dich von diesen Menschen ab. Mach dein Ding. Tue das, was du für richtig hältst. Lass dich nicht von Meinungen anderer beirren – vor allem von denjenigen, die dich nicht wertschätzen oder nicht das Beste für dich wollen. 

Es sind alles Glaubenssätze, die wir mehr oder weniger im Laufe des Lebens eingetrichtert bekommen haben. Wir alle. Deshalb glauben wir ja, dass sie richtig sind. 

 

Wo ist das Funkeln in den Augen? Wo ist der Glaube an sich selbst? Wenn du das liest, möchte ich, dass du wieder beginnst, an dich selbst zu glauben. Wenn du das liest, möchte ich, dass du wieder beginnst, selbstbewusst und strahlend deinen Träumen folgst. Wenn du das liest, möchte ich, dass du dich der Welt zeigst. Du brauchst nicht der Norm entsprechen. Du bist keinem eine Rechenschaft schuldig. Wenn du etwas Bestimmtes tun möchtest, dann starte heute. Frage dich nicht: »Was könnten die anderen denken oder sagen?« Frage dich stattdessen: »Wie würde ich mich fühlen, wenn ich endlich losgehe und meiner Stimme folge?« 

 

Der Begriff »Lausmesch« ist in meiner Gegend gebräuchlich. In anderen Teilen des bairischen Sprachraums gibt es auch die Ausdrücke »Lausmädel«, »Lausdirndl« oder »Lausdeandl«. Bei mir zuhause verwendet man den Begriff für ein liebevolles Mädchen, das sowohl genau weiß, was sie will als auch jede Menge Flausen in ihrem Kopf hat. Ab heute darfst auch du ein Lausmesch sein. Du darfst bis zu den Morgenstunden feiern. Du darfst Kickboxen. Du darfst Reiten. Du darfst Leistungssport machen. Du darfst Bodybuilderin werden. Du darfst Fast Food essen. Du darfst im Schlabberlook rumlaufen. Du darfst ungeschminkt und müde aus dem Haus gehen. Du darfst mit hohen Schuhen einkaufen gehen. Du darfst einen ganzen Tag nur rumliegen. Du darfst in einer Autowerkstatt arbeiten. Du darfst Kinder haben und gleichzeitig arbeiten oder auch nicht. Du darfst Single sein, gebunden oder auch verheiratet. Du darfst traurig sein. Du darfst weinen. Du darfst himmelhoch jauchzen. Du darfst deine Meinung äußern. Ab heute darfst du alles sein. Sei einfach du. Genauso ist es richtig. 

 

 

Kapitel 7

Atme. Ein Wort, das zu einem Satz wird. Atme. Es klingt so einfach. Wir können ununterbrochen atmen, ohne auch nur daran zu denken. Wir tun das auch meist nicht bewusst und unser Körper überlebt. 

Überleben. Wir wollen doch das Leben in vollen Zügen auskosten und es leben oder erleben. Wir wollen nicht nur deshalb da sein, um nur zu überleben. Möchten wir nicht jede einzelne Sekunde in unserem Dasein auf der Erde genießen? Atme. Schließe deine Augen. Atme ein und atme aus. Fülle deine Lungen mit deiner leuchtenden, goldenen Lebensenergie. Stell dir vor, wie dein ganzer Brustkorb von innen heraus leuchtet. Mit jeder Einatmung saugst du diese Lebensenergie in dich auf. Atme ein. Halte kurz deinen Atem und fühle, wie sich diese goldene universelle Energie in deinem Herzen ansammelt. Lasse deinen Mund geschlossen und atme dann die Energie durch die Nase aus. Stelle dir dabei vor, wie sie sich über deinen Körper ausbreitet. Wie dünne goldene Lichtfäden verteilt sich die Energie in deinem ganzen Körper. Es füllt deine Zellen auf. Es ist reine Energie. Reine Liebe. Reines Licht. Es kommt von dort, wo du entsprungen bist. Das Licht stammt aus der reinen Liebe. Du bist hier. Jetzt. In diesem Moment. 

Das Licht fließt über deine Finger- und Zehenspitzen hinaus. Die Energie dringt aus deinem Scheitel und verbindet dich mit dem Universum. Wie starke Äste bildet sie eine prachtvolle leuchtende Baumkrone über dir und lässt einen dicken Lichtstrahl, der aussieht wie ein goldenes Band, nach oben steigen. Du bist verbunden. Von deinen Fußsohlen aus verwurzelst du dich mit der Mutter Erde. Du hast starke Wurzeln. Vertraue auf dich. Deine Äste können sich im Wind bewegen. Mal mehr, mal weniger. Aber die dicken Wurzeln halten dich. Du bist verbunden. Mit dir. Mit dem Universum. Mit allem. Einatmen. Ausatmen. Wiederhole diesen Vorgang. Lasse die auftauchenden Bilder der leuchtenden Lebensenergie heller und bunter werden. Fülle dich mit dieser Energie. Lasse dein Licht leuchten. Du bist so viel mehr als ein Wunder. Du bist. Und zwar genau richtig. Und das ist das einzig wichtige in diesem Moment. Atme ein und atme aus. Zeige dein wahres Ich und leuchte. 

 

 

Kapitel 8

Bist du Team Hund oder Team Katze? Kann man nicht beides sein? Ich liebe Katzen, aber ich hätte genauso gerne einen Hund als treuen Freund an meiner Seite. Im Grunde bin ich mit Hunden bei meiner Oma aufgewachsen. Es war so gut wie immer ein Vierbeiner in meiner Nähe. Aber auch Katzen waren stets bei mir. Da braucht man sich nicht wundern, wenn ich mir ebenfalls ein schmusendes Wesen auf vier Pfoten wünsche. Hunde bedeuten aber jede Menge Arbeit. Sie brauchen viel Futter und Bewegung. Will ich mir dafür die Zeit nehmen? Habe ich überhaupt Zeit dafür? Wo bleibt der Hund, wenn ich in der Arbeit bin? 

Bei so vielen auftauchenden Fragen lege ich den Hundewunsch dann doch wieder zur Seite und lasse es bleiben. Doch jedes Mal aufs Neue, wenn ein freudestrahlender Hund mir entgegenkommt, leuchten auch meine Augen. Hunde spüren das – Tiere spüren, wenn sie willkommen sind. Meine ältere Schwester meinte einmal, dass jeder Mann einer Hunderasse ähnlichsieht. Ja, das ist verrückt. Meine Schwester ist verrückt. Golden Retriever sind schöne, zutrauliche und freundliche Hunde. Warum erwähne ich das überhaupt? Ich hole gedanklich schon wieder zu weit aus. Du fragst dich womöglich, worauf ich jetzt wieder hinauswill. Lass uns einmal etwas zurückspulen, dann wirst du wissen, was ich damit ausdrücken möchte. 

 

**** 

 

Die Müdigkeit in meinem Gesicht ist kaum zu verstecken. Am Vortag habe ich wenig Schlaf abbekommen. Eigentlich würde ich viel lieber zuhause gemütlich auf meiner Couch liegen. Eigentlich würde ich mir viel lieber meine aktuelle Lieblingsserie reinziehen. Eigentlich. 

Ich habe mir Ausreden überlegt – viele Ausreden. Aber irgendetwas hat mich dann doch dazu überredet. War es meine innere Stimme oder mein Wille, der mich aufgefordert hat, es doch zu tun? Was auch immer – ich bin jetzt hierhergekommen. 

Kurz bevor ich die Ausfahrt einbiege und die letzten Kilometer fahre, überlege ich noch. Zahlt es sich aus? Ist es nur wieder eine verlorene Zeit? Manchmal müssen wir einfach genau dorthin. Noch kenne ich den Grund nicht. Doch auch wenn sich alles zu wehren scheint, eine Stimme sagt mir, ich soll es tun. Heute. Jetzt. 

Mhm. 

Okay Katharina, das ziehst du jetzt durch! Du bist nicht umsonst diese Strecke gefahren. Außerdem hast du nichts zu verlieren. 

 

Treffpunkt ist die goldene Mitte auf einem zentralen Parkplatz. Nur vereinzelte Plätze sind belegt und ich habe somit freie Sicht und eine große Auswahl an Parkmöglichkeiten. Es braucht nur wenige Sekunden, als ich ihn erblicke. Für einen kurzen Moment befinde ich mich in meiner Blase. In dieser Blase hält die Zeit an. Habe ich schon einmal erzählt, dass man als Frau in nur wenigen Sekunden einschätzen kann, ob man sein Gegenüber sympathisch findet? An diesem Tag habe ich bemerkt, dass es sogar durch die Fensterscheiben meines Autos funktioniert. Und zwar aus mindestens fünf Metern Entfernung! 

Oh shit! Damit hätte ich nicht gerechnet. Er gefällt mir nicht nur ein bisschen, sondern er gefällt mir wahnsinnig gut. Ich fühle seine Energie. Ich sehe sein Licht. Es strahlt wie die Sonne selbst. Shit! 

 

Wenn ich in seine Augen blicke, erkenne ich einen warmherzigen, verlässlichen Charakter. Mit seinem offenen Lächeln schafft er sofort Vertrauen und er hört zu – nicht, weil er muss, sondern weil er wirklich Interesse hat. Er ist hilfsbereit und investiert Zeit und Energie für diejenigen, die ihm wichtig sind. Routinen liebt er, er ist familienorientiert, wertschätzend und loyal. Dramen geht er lieber aus dem Weg. Er ist definitiv kein Bad Boy, sondern ein Freund fürs Leben – jemand, bei dem es sich gut anfühlt, dass er bei einem ist. 

An dem besagten Tag habe ich es noch nicht gewusst. Heute weiß ich, dass ich meinen Golden Retriever gefunden habe. 🐾 

 

Kapitel 9

Weißt du, weshalb es genau neun Kapitel für diese Kurzgeschichte gibt? Wenn du denkst, dass es Zufall ist, hast du mich völlig falsch eingeschätzt. Die Kurzgeschichte könnte noch einige Kapitel mehr haben – in mir schlummern mindestens tausend Ideen und Millionen Gedanken. Erstens aber geschieht nichts durch Zufall und zweitens: Hinter der Zahl neun steckt eine bedeutende Botschaft. Welche Botschaft das genau ist, werde ich dir hier verraten:

Bald schließen wir das Jahr 2025 ab. Das Jahr steht für Altes loslassen, mit der Vergangenheit abschließen, Aufgeschobenes erledigen und, und, und. Wenn man die einzelnen Zahlen des Jahres zusammenzählt, kommt man auf die Neun, und all diese Punkte treffen auf diese Zahl zu. 

Ich bin selbst durch den Prozess gegangen. Möglicherweise habe ich manche Situationen noch nicht abgeschlossen. Alles kommt zur richtigen Zeit. Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass es ein unvorstellbar befreiendes Gefühl ist, wenn man etwas abschließt, das man schon lange vor sich herschiebt. Was hast du noch nicht losgelassen? Was schiebst du schon lange vor dich her? 

Das Jahr 2025 soll uns den Mut und die Kraft geben, an sich zu glauben und alles, was nicht mehr im eigenen Leben gebraucht wird, loslassen zu können. Vergleiche es mit dem Ausmisten deines Kleiderschranks. Wenn du Platz schaffst und die Kleidung weggibst, die seit Jahren schon ungetragen im Schrank hängt, hast du wieder Platz für Neues. Sieh es nicht als Verlust, sondern als Chance, sich für das Kommende zu öffnen. Denn nur so können wir fokussiert in das neue Jahr 2026 schreiten. Das Jahr, das die Quersumme eins ergibt. Neuanfang. Neustart. Neubeginn.